Ihr Ratgeber zu Ständerbohrmaschinen 2017

Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Tischbohrmaschine sind, können Sie sich für eine Vielzahl an unterschiedlichen Herstellern und Geräten entscheiden – doch welche Ständerbohrmaschine ist genau die richtige für Sie? Sie haben bereits die Entscheidung gefällt, dass eine herkömmliche Bohrmaschine für Ihre Zwecke nicht ausreicht und wollen punktgenau Bohren: Doch es ist gar nicht so leicht, exakt die Bohrmaschine zu finden, die genau zu einem passt und den eigenen Vorstellungen exakt entspricht. Um Ihnen die Kaufentscheidung – trotz der großen Auswahl an Modellen – ein wenig zu erleichtern, haben wir für Sie diesen Kaufratgeber verfasst und wollen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Kaufkriterien für Säulenbohrmaschinen vorstellen.

Was ist überhaupt eine Tischbohrmaschine?

Im Gegensatz zur normalen Bohrmaschine besteht die Säulenbohrmaschine nicht aus einem handlichen Gehäuse, in dem die Technik beherbergt wird, sondern wie der Name schon sagt aus einer Säule, an deren unterem Ende ein Standfuß angebracht ist, der für Stabilität sorgt. Darüber hinaus verfügen Ständerbohrmaschinen über einen Arbeitstisch, mit dem das punktgenaue Bearbeiten von Werkstücken zum Kinderspiel wird.

Die Bohrvorrichtung an sich wird über einen Hebel nach unten bewegt, wodurch das flache Werkstück auf dem Arbeitstisch senkrecht durchbohrt wird. Das Werkstück kann bei den meisten Ständerbohrmaschinen eingeklemmt werden, sodass keine Gefahr des Verrutschens besteht.

Worauf muss ich beim Umgang mit einer Ständerbohrmaschine achten?

Zur ordnungsgemäßen Bedienung müssen sie bloß dafür sorgen, dass das zu bearbeitende Werkstück nicht verrutschen kann – die meisten Ständerbohrmaschinen lassen Sie dieses, wie schon erwähnt, auf einer Arbeitsplatte fest einspannen. Je nach Widerstandsfähigkeit des Materials, aus dem Ihr Werkstück besteht, können Sie die Drehzahl entsprechend anpassen – am besten beginnen Sie mit einer niedrigen Drehzahl und tasten sich langsam an die optimale Bohrgeschwindigkeit heran.

Auch als erfahrener Handwerker kann man bei der Arbeit mit einer Ständerbohrmaschine Gefahren ausgesetzt sein– Als Grundregel gilt: Halten Sie Ihre Finger vom Bohrer fern und achten Sie stets auf eine funktionsfähige Schutzvorrichtung. Beim Bohren von Holz lohnt es sich, einen passenden Atem- und ggf. auch Sichtschutz zu tragen. Ansonsten können die feinen Holzpartikel, die beim Bohren entstehen, Ihre Atemwege, Schleimhäute und Augen reizen. In diesem Ratgeber haben wir Ihnen 10 wissenswerte Tipps für einen sicheres Arbeitsumfeld zusammengefasst.

Die fachgerechte Pflege von Ständerbohrmaschinen

Wenn Sie über den Kauf einer Ständerbohrmaschine nachdenken oder vielleicht sogar schon eine bei sich zuhause haben, müssen Sie selbstverständlich auch wissen, wie Sie diese ordentlich reinigen. Zur äußerlichen Pflege eignet sich meist ein einfaches, feuchtes Stofftuch, da Ständerbohrmaschinen im Gegesatz zu anderen elektrischen Werkzeugen nicht besonders empfindlich sind – sehen Sie aber unbedingt davon ab, Sie mit einem Wasserstrahler oder ähnlichem sauber zu machen. Um etwa feinen Holzstaub gut aus den Fugen zu bekommen, können Sie „Air-Spray“, also Druckluft aus der Dose dazu benutzen, auch feinen Staub loszubekommen, an den Sie nicht mit einem Lappen herankommen.

Was macht eine gute Ständerbohrmaschine aus?

Wenn Sie nicht nur irgendeine, sondern genau die richtige Ständerbohrmaschine kaufen möchten, lohnt sich der Blick auf die technischen Eckdaten des Geräts Ihrer Wahl. Doch muss das Gerät natürlich nicht nur auf dem Produktdatenblatt, sondern auch in der Praxis überzeugen können: Damit Sie die wichtigsten Kaufkriterien nicht aus den Augen verlieren, fassen wir im Folgenden die wichtigsten Merkmale einer guten Ständerbohrmaschine für Sie zusammen.

Der Motor: Selbstverständlich ist der Motor – meist ein Riemenmotor – der elementarste Bestandteil jeder Ständerbohrmaschine. Ohne ihn würde die Bohrmaschine nicht funktionieren – und je stärker der Motor, desto weniger Kraft müssen Sie bei der Arbeit mit einem dicken Werkstück aufwenden. Empfehlenswert sind Modelle mit über 500 Watt, doch auch günstigere Modelle können in der Praxis überzeugen, wenn Sie etwa nur gelegentlich oder für einfachere Arbeiten eingesetzt werden.

Doch spielt nicht nur die Leistung des Motors, sondern auch die Art des Antriebs eine entscheidende Rolle: Wie bereits erwähnt nutzen die meisten Motoren Riemen zur Kraftübertragung, doch manche Modelle bringen auch einen Universalmotor inkl. Regelelektronik mit. Für welche Art von Motor Sie sich entscheiden, liegt natürlich ganz in Ihrem eigenen Ermessen.

Das Bohrfutter: Die Bohrer-Aufnahme funktioniert prinzipiell bei jeder Tischbohrmaschine gleich: Normalerweise verfügen diese nämlich über dieselben Bohrfutter wie handelsübliche, mobile Bohrmaschinen für den Gebrauch mit einer Hand. Das bedeutet, dass die meisten Modelle nur mindestens 3 mm dicke Bohrer annehmen. Wenn Ihnen das nicht genügt und Sie stattdessen feine Arbeiten durchführen wollen, können Sie natürlich auch zusätzliche Bohrfutter im Fachhandel oder im Internet günstig erstehen.

Die Bedienung: Wenn Sie eine starke Ständerbohrmaschine in Ihrer Werkstatt stehen haben, mit der sich nicht oder nur kaum arbeiten lässt, haben Sie natürlich nicht viel von ihr. Deshalb sollten Sie beim Kauf nicht nur darauf achten, dass der Motor eine entsprechend gute Leistung mitbringt und dass das Bohrfutter die Bohrer aufnimmt, die Sie für Ihre Zwecke benötigen, sondern auch darauf, dass sich das Gerät einfach bedienen lässt.

Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Werkstücke schnell und unkompliziert ein- und auszuspannen sowie ein stabiler Arbeitstisch, der diese Fixierung überhaupt erst ermöglicht. Der Standfuß sollte selbstverständlich stabil sein und auch bei der Arbeit an dickeren und zäheren Werkstücken das Ruckeln desselben verhindern können: Hierfür ist ebenso ein entsprechend großer Hub wichtig – je größer der Bohrhub, desto tiefer können Sie in das zu bearbeitende Werkstück eindringen, was ihn zu einem entscheidenden Kaufkriterium macht.

Das Preis-/Leistungsverhältnis: Teuer muss nicht immer gut sein – auch renommierte Hersteller bringen teils noch Produkte auf den Markt, die ihr Geld schlicht und einfach nicht wert sind, während kleinere Unternehmen auch taugliche Geräte zu einem günstigen Preis anbieten. Daher sollten Sie sich vor dem Kauf einer Ständerbohrmaschine nicht nur auf den „großen Namen“ des Herstellers und technische Daten, sondern auch Kundenbewertungen verlassen.

In diesen spiegelt sich normalerweise, ob Käufer sich im Nachhinein geärgert haben oder nicht und macht somit ebenfalls ein entscheidendes Merkmal aus, anhand dessen Sie beurteilen können, ob Sie sich eine bestimmte Tischbohrmaschine kaufen – oder die Suche nach einem guten Modell lieber fortsetzen wollen.

Das Zubehör: Wenn Sie keine hohen Ansprüche an Ihre Ständerbohrmaschine haben, ist das verfügbare Zubehör nicht unbedingt ein Punkt, an dem Sie den Kauf oder Nicht-Kauf einer Tischbohrmaschine ausmachen sollten – wenn Sie Profi sind, lohnt sich das dafür umso mehr. Geräte der oberen Preisklasse, die für das tägliche und professionelle Arbeiten konzipiert worden sind, verfügen beispielsweise über einen optischen Laser, der das genaue Bohren erleichtert oder auch Absaugvorrichtungen, die Ihnen im Nachhinein viel Arbeit ersparen können.

Je nach Modell und Hersteller können Sie auch noch weiteres Zubehör für Ihre Ständerbohrmaschine erwerben die das Arbeiten mit noch vielfältigeren Werkstücken ermöglicht und die Arbeit an sich grundlegend vereinfachen kann.

Vor- und Nachteile von Ständerbohrmaschinen

Wenn Sie sich noch immer Fragen, ob eine Ständerbohrmaschine überhaupt das Richtige für Sie ist – oder ob Sie mit einer herkömmlichen Bohrmaschine besser bedient sind – können Sie sich in dieser Liste einen Überblick darüber verschaffen, welche Vor- und Nachteile eine Ständer- bzw. Tischbohrmaschine gegenüber einer normalen Bohrmaschine mit sich bringt.

Vorteile

  • Sauberes und präzises Arbeiten
  • Satte Leistung für dicke Materialien
  • Schnelles Bohren einzelner Löcher

Nachteile

  • Nur stationäres Arbeiten möglich
  • Vergleichsweise hohe Kosten

Je nachdem, mit welchem Zubehör Sie ihre Ständerbohrmaschine noch zusätzlich ausstatten, können Sie natürlich auch von anderen Vorteilen profitieren – wie beispielsweise einem Ziellaser für noch exakteres Arbeiten; der Nachteil, dass nur stationär gearbeitet werden kann, ist in unseren Augen eher ein Merkmal, als ein Nachteil.

Der einzige wirkliche Nachteil gegenüber herkömmlichen Handbohrmaschinen sind also wirklich nur die etwas höheren Kosten – wenn Sie sich für Produkte von renommierten Herstellern entscheiden und/oder auf gute Kundenbewertungen achten, können Sie sicher sein, keine Nachteile zu übersehen, die einzelne Modelle noch aufweisen können: Wir gehen von qualitativ hochwertigen Tischbohrmaschinen aus, für die man sich gerne entscheidet.

Die bekanntesten Hersteller im Kurzüberblick

Damit Sie nicht nur einen guten Eindruck von wichtigen Kaufkriterien für Ständerbohrmaschinen gewinnen, sondern auch wissen, welche Hersteller sich auf dem Markt bereits einen Namen gemacht haben, wollen wir Ihnen diese im Folgenden ebenfalls vorstellen. Wenn Sie sich für eine Ständerbohrmaschine einer der folgenden Hersteller entscheiden, können Sie sich einigermaßen sicher sein, dass Sie nicht irgendeine Ständerbohrmaschine, sondern ein zuverlässiges Gerät kaufen.

Bosch: Der Konzern hat sich schon seit einiger Zeit auf dem Markt bewährt und überzeugt seine Kunden durch kontinuierlich gute Qualität hinsichtlich der verbauten Technik und der Verarbeitungsweise. Profimodelle von Bosch sind in der Regel mit Schnellspannklemmen ausgestattet und bieten dem Anwender viele weitere Features wie einen Parallelanschlag, eine besonders große Arbeitsplatte und den bereits beschriebenen, optischen Laser.

Einhell: Zu einem vergleichsweise günstigen Preis stellt Einhell dem modernen Hobbyheimwerker wie auch dem Profi zuverlässige Ständerbohrmaschinen zur Verfügung, wenn auch Profis lieber auf noch stärkere Produkte zurückgreifen. Allerdings muss gesagt werden, dass man als Einhell-Nutzer auf seine Kosten kommt – das Preis-Leistungsverhältnis ist laut Kunden „beinahe unschlagbar“; wenn es also nicht das Beste vom Besten sein muss, sind Sie mit einem Gerät von Einhell bestens beraten.

Scheppach: Genau wie Bosch stellt Scheppach Ständerbohrmaschinen her, die überwiegend für professionelle Heim- und Handwerker gedacht sind – das spiegelt sich nicht nur im Funktionsumfang, sondern auch im Preis wieder. Wer auf der Suche nach einer verhältnismäßig leisen und besonders präzisen Ständerbohrmaschine ist und für andere Markennahmen kein zusätzliches Geld ausgeben möchte, wird höchstwahrscheinlich mit einer Säulenbohrmaschine der Marke Scheppach glücklich.

Wir wollen noch anmerken, dass nicht nur Markenprodukte in der Praxis überzeugen können – auch Modelle aus dem Billigsegment reichen gegebenenfalls für einfachere oder unregelmäßigere Arbeiten aus. Wenn Sie Geld sparen möchten, ohne dabei auf Qualität verzichten zu müssen, können Sie sich auch ein professionelles Gerät ausleihen – wer allerdings regelmäßiger mit seiner Ständerbohrmaschine arbeiten möchte, kommt um den Kauf eines Produkts eines namenhaften Herstellers nichts herum.

Fazit

Auf der Suche nach einer anständigen Ständerbohrmaschine kann man schnell ins Fettnäpfchen treten – um das zu verhindern, lohnt sich der Blick auf die technischen Merkmale des Geräts ihrer Wahl. Darüber hinaus sollten Sie Wert auf entsprechend gute Kundenbewertungen (sofern vorhanden) legen, um auf wirklich sicher sein zu können, dass Sie nach dem Kauf nicht enttäuscht werden, sobald Sie Ihre Tischbohrmaschine ausprobieren.

Wir hoffen, dass unser Ratgeber zumindest ein bisschen hilfreich für Sie war und dass Sie jetzt wissen, worauf es beim Kauf einer Ständerbohrmaschine zu achten gilt. Wir haben etwas vergessen oder nicht ausführlich genug behandelt? Dann lassen Sie es uns wissen! Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Auswahl der richtigen Säulenbohrmaschine – und natürlich auch im Nachhinein, wenn es ans Handwerken geht, denn dann geht der Spaß schließlich erst richtig los!